Speziesismus, warum wir Hunde Lieben und Schweine schlachten

Speziesismus (aus Spezies (= Art) und -ismus) bezeichnet die moralische Diskriminierung von Lebewesen ausschließlich aufgrund ihrer Artzugehörigkeit. Dies schließt ein, dass das Leben oder das Leid eines Individuums nicht oder weniger stark berücksichtigt wird, weil es nicht einer bestimmten Spezies, wie etwa der Spezies des anatomisch modernen Menschen (Homo sapiens), angehört.

Wikipedia

Es geht beim Speziesismus um zwei wesentliche Teile

Die Unterteilung von Tieren in, Menschen und sonstige Tiere
Die Unterteilung innerhalb der Tierarten in Tiere und Nutztiere

Die Unterteilung von Tieren in, Menschen und sonstige Tiere

Welches Kriterium trennt uns denn scharf von den anderen Tieren ab. Intelligenz? Empfindungsfähigkeit?, Lebenswille?, all das gibt es bei nicht Menschentieren auch. Hunde und Schweine sind ungefähr so intelligent wie ein 2-3 jähriges Kind. Würden wir deshalb zu Kanibalen und unsere Kleinkinder essen? Wohl kaum.

Auch Kühe und viele andere Tierarten spüren Liebe oder andere Gefühle wie Schmerz oder Trauer. Wo ziehen wir also die Grenze und warum? Das ist alles sehr inkonsistent.

Die Unterteilung innerhalb der Tierarten in Tiere und Nutztiere

Die meisten Fleischesser lieben Hunde und Katzen oder sonstige „süße“ Haustiere über alle Maßen und würden diesen kein Haar krümmen wollen. Was unterscheidet jetzt einen Hund von einem Schwein? Das Schwein darf ohne Probleme unter unwürdigen Umständen aufgezogen und am Ende getötet werden um auf unserem Teller zu landen.

Wir müssen uns eingestehen, dass diese Einteilung in Nutztiere und andere Tiere völlig willkürlich ist. In anderen Kulturkreisen wurde diese willkürliche Entscheidung anders getroffen. In manch anderen Ländern stehen Hunde und Katzen auf dem Speiseplan. Schweine sind zum Beispiel genau so empfindungsfähig und intelligent wie Hunde. Man kann ihnen genau so „Sitz“ und andere Befehle beibringen wie Hunden. Also warum sind sie ein Lebensmittel geworden und Hunde oder Katzen nicht?

Der gerettete Adler

@savannahrosewildlife

Watch as a juvenile bald eagle is returned to her wild home after rehabilitation. Magic! #MyTeacherWins #MicroRaveWithRoni #wildliferehab

♬ Heart of Courage – Thomas Bergersen & Two Steps from Hell

Wundervoll wie hier einem Adler geholfen wird, der sich verletzt hat. Er wird aufgepäppelt und dann wieder frei gelassen.

Was für ein Aufwand für ein einzelnes Tier, und dann essen alle Beteiligten abends zur Feier des Tages ein gegrilltes Hühnchen. Zur Feier der Freiheit des Adlers wird ein Huhn hingerichtet. Das beschreibt ziemlich genau einen Teil des „Speziesismus“.

Zur Feier der Rettung eines Hundes erst mal ein Steak auf den Grill.

Was macht das aus uns „Tierschützern“ wenn wir auf der einen Seite Straßenhunde aus armen Ländern retten, und auf der anderen Seite, das mit einem Steak abends am Grill feiern, oder den geretteten Hunden dann Schweine- oder Rinderabfälle als Futter anbieten? DAS nennt sich Speziesismus! Das Schwein hat in diesem Fall Pech gehabt weil es einer bestimmten Spezie angehört.

Dieser Tiefe Graben geht durch die ganze Tierschutzszene, da Veganer es nicht fassen können, dass man die eine Tierart schützt und verhätschelt und gleichzeitig die andere auf dem Teller hat (was regelmäßig unendliches Tierleid erzeugt).

Es zeigt auch, dass diese Unbewusstheit bezüglich der Einteilung in essbar und nicht essbare Spezien sehr tief in unserer Gesellschaft verhaftet ist. Sogar Menschen, denen Tiere sehr am Herzen liegen machen diese Unterscheidung in Nutztiere und Haustiere.

Aus diesem Widerspruch auszusteigen und alle Tiere möglichst in Ruhe zu lassen könnte ein Argument sein Vegan zu werden.

Sehr ähnlich ist die Kognitive Dissonanz, bei der man gegen seine eigenen Überzeugungen handelt, also einen Schwan nicht töten würde, aber eine Gans oder Ente gerne auf dem Teller sieht. Oder Mitleid mit einem Kalb verspürt, dass droht an gefressenem Abfall zu sterben aber gleichzeitig keine Probleme damit hat ein Kalbsschnitzel auf dem Teller zu haben.

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